Google Analytics 4 (GA4) kommt – Warum du dich darauf freuen solltest

Im Moment ist GA4 für die meisten noch nicht viel mehr als ein weiterer Task auf der Todo-Liste. Es wird GA Universal noch eine Weile geben, und so werden die Daten immer noch lieber von dort gezogen. Warum auch wechseln, wenn es noch gut funktioniert? Aber GA Universal hat einen definierten Todeszeitpunkt, nämlich den Juli 2023. Damit bleibt dir noch ein gutes Jahr, um GA4 parallel zu GA Universal aufzusetzen, damit du im August 2023 nicht mit leeren Tabellen dastehst. Denn: Es können keine Daten von GA Universal nach GA4 übertragen werden

In den nächsten Zeilen erfährst du, warum wir finden, dass GA4 eine deutliche Verbesserung ist und es Dir, nach einer gewissen Einarbeitungszeit, Spass machen wird damit zu arbeiten:

«Flexible Tabellen»: Während GA Universal eher standardisierte Reports generiert, ist GA4 viel flexibler. Du kannst eigene Reports auf der Basis von Templates oder auch komplett neu erstellen. Sehr angenehm ist auch, dass du bei den Standard-Reports direkt in den Bearbeitungsmodus gehen, die Daten anpassen und neue hinzufügen kannst.

 

«App & Web»: Wo früher einzeln getrackt wurde, können jetzt App- und Web-Daten in einer Datenansicht angezeigt werden. Der Vergleich ist also viel einfacher und übersichtlicher.

 

Engagement-Rate: Verabschiede dich von der immer schon dubiosen Bounce-Rate. Warum? Der Trend ist eindeutig: Die meisten Webseiten bieten mehr Content, werden also sozusagen immer «länger». Die User beschäftigen sich intensiv damit, klicken aber vielleicht nicht.  GA4 misst jetzt die Engagement-Rate. Dabei werden Informationen wie Verweildauer, Scrolling, etc. zu einem Engagement-Wert zusammengefügt. Er ergibt einen besseren Wert für einen erfolgreichen Besuch als die Bounce-Rate.

 

Segmente auf Events: Segmente zu definieren war in GA Universal eingeschränkt möglich, es hat aber immer die Möglichkeit gefehlt, Segmente für jene Nutzer einzurichten, die ein bestimmtes Ereignis ausgelöst haben. GA4 machts möglich.

 

Verbesserte Zielwertdefinition: Es war schon bei GA Universal möglich Zielwerte (Conversions) zu definieren und diese für die Optimierung von Kampagnen zu verwenden. Diese Werte können mit GA4 mit mehreren Bedingungen definiert werden. Es ist also deutlich einfacher passende Conversions zu definieren als bisher.

 

Vereinfachtes Debugging: Besonders praktisch ist auch das direkt implementierte Debugging-Tool. Hier können alle eingehenden Events direkt eingesehen und getestet werden.

 

Datenschutz: Die IP-Anonymisierung ist mit GA4 automatisch aktiviert und muss nicht erst aktiviert werden wie bisher bei GA Universal. Ob das den Datenschutzbehörden ausreicht, ist allerdings noch nicht definitiv entschieden.

 

 

Autor: Philip Nolze